Im Rahmen des VM4K-Speedpraktikums erhalten jedes Jahr Studierende die Möglichkeit, innerhalb von sechs Wochen drei verschiedene Unternehmen der Versicherungswirtschaft kennenzulernen. Durch den Wechsel zwischen Erstversicherung, Rückversicherung und aktuarieller Beratung entsteht ein umfassender Einblick in unterschiedliche Tätigkeitsfelder der Branche.

Einer der Teilnehmenden in diesem Jahr war Bjarne, der im Anschluss an das Praktikum ein Stipendium angeboten bekommen hat. Im Rückblick spricht er über seine Erfahrungen, Lerninhalte und seine veränderte Sicht auf die Versicherungsbranche.

 

Speedpraktikant Bjarne

 

Hallo Bjarne, schön, dass du dir Zeit nimmst. Wie würdest du dein Speedpraktikum insgesamt zusammenfassen?

Insgesamt war es ein sehr gutes Programm, um einen umfassenden Überblick über die Versicherungsbranche zu bekommen. Ich habe viele neue Leute kennengelernt und fachlich sehr viel gelernt. Vor dem Praktikum hatte ich kaum Berührungspunkte mit Versicherungen – jetzt habe ich ein deutlich besseres Verständnis dafür, was mir liegt und was nicht.

Was war dein persönliches Highlight?

Die ständige Abwechslung. Es kam nie wirklich Routine auf, weil man immer wieder in neue Teams, neue Aufgaben und neue Umgebungen gekommen ist. Das hat das Praktikum sehr spannend gemacht und auch persönlich viel gebracht, weil man sich ständig neu einstellen musste.

Haben sich deine Vorstellungen von der Versicherungsbranche verändert?

Ja, sehr deutlich. Zu Beginn meines Studiums war ich eigentlich der festen Überzeugung, nicht in die Versicherungsbranche zu gehen. Nach dem Speedpraktikum sehe ich das komplett anders. Ich habe gemerkt, dass die Aufgaben sehr vielfältig und überhaupt nicht langweilig sind.

In welchen Bereichen konntest du besonders viel lernen?

Vor allem im Bereich Solvency II und den dazugehörigen Jahresmeldungen. Außerdem habe ich einen guten Einblick bekommen, wie Aktuar:innen in Versicherungs- und Rückversicherungsgesellschaften arbeiten.

Wo hast du gemerkt, dass dir noch Erfahrung fehlt?

Vor allem beim übergreifenden Verständnis. Man muss viele Kennzahlen richtig einordnen können und verstehen, was sie im Gesamtkontext bedeuten. Da fehlt mir noch Erfahrung, zum Beispiel um schnell beurteilen zu können, ob bestimmte Werte realistisch sind oder nicht.

Wie hast du die Zusammenarbeit in den Teams erlebt?

Sehr positiv. Ich wurde überall direkt ins Team integriert und habe mich schnell als Teil davon gefühlt. Die Betreuung war durchweg gut – ich konnte jederzeit Fragen stellen und habe immer verständliche Erklärungen bekommen.

Was war die größte Herausforderung?

Sich in so kurzer Zeit immer wieder auf neue Aufgaben, Teams und Umgebungen einzustellen. Das war sowohl fachlich als auch organisatorisch anspruchsvoll.

Was nimmst du insgesamt aus dem Praktikum mit?

Vor allem, dass die Versicherungsbranche viel spannender ist, als ich vorher gedacht habe. Und dass man auch komplexe Aufgaben lösen kann, wenn man sich wirklich damit beschäftigt.

Was sollte am Speedpraktikum unbedingt beibehalten werden?

Definitiv der breite Einblick in alle Bereiche – von Rückversicherung über Erstversicherung bis zur Beratung. Genau dieser Rundumblick macht das Programm besonders wertvoll.

Wem würdest du das Speedpraktikum empfehlen?

Vor allem Studierenden, die noch wenig Berührung mit der Branche haben und sich orientieren wollen. Man bekommt sehr schnell ein gutes Gefühl dafür, welche Bereiche interessant sind und welche eher nicht.

 

Insgesamt zeigt Bjarne rückblickend ein deutlich geschärftes Bild seiner beruflichen Interessen. Aus anfänglicher Distanz zur Versicherungsbranche ist ein konkretes Interesse an einer Tätigkeit als Aktuar entstanden. Besonders die Kombination aus Abwechslung, Praxisnähe und intensiver Betreuung hebt er als prägend hervor.

Der VM4K e.V. gratuliert Bjarne herzlich zum erhaltenen Stipendium und bedankt sich ausdrücklich für seine engagierte Teilnahme am Speedpraktikum. Seine Offenheit, sein Interesse und seine reflektierten Rückmeldungen haben das Programm bereichert. Für seinen weiteren akademischen und beruflichen Weg – insbesondere in Richtung Versicherungsbranche und Aktuariat – wünschen wir ihm weiterhin viel Erfolg, spannende Erfahrungen und alles Gute.